München Marathon 2013

Falls jemand das Gefühl hat, beim München Marathon am Weekend vom 12./13. Oktober müsse in Lederhosen und Dirndl gerannt werden, den kann ich beruhigen: das war bloss das Warm-up am Samstag beim Trachtenlauf über 4km mit anschl. Weisswurstfrühstück (siehe Bild 1&2). Das ging alles noch locker zu und her. Im Gegensatz zum Sonntag, als es dann wirklich ernst wurde über die volle Distanz von 42.195km. Mein Ziel war von Anfang an: die 3h-Marke soll gefälligst hinter mir bleiben und noch schöner wäre, meine alte persönliche Bestzeit auf der Marathondistanz aus dem Jahr 2008 von 2:58.06 aus Berlin zu unterbieten. So schauten sich Gisela und ich am Morgen vor dem Start erst mal den Zieleinlauf an (Bild 3): es galt, im Olympiastadion die letzten 400m zu absolvieren. Gisela war auch im Einsatz in der Staffel mit drei Kollegen/-innen (Team ‚Poulet im Chörbli‘ – wovon das Poulet der einzige Mann im Team war). Nach der Besichtigung gings runter zum Start um 10 Uhr. Es war noch recht frisch an diesem morgen aber zum Glück drückte bereits die Sonne durch. Bei optimaler Lauf-Temperature um 10 Grad rannten wir los. Vorbei ging es an sämtlichen Münchner Wahrzeichen wie dem Siegestor, durch den Englischen Garten, am Deutschen Museeum vorbei, über den Marienplatz und Odeonsplatz zum Olympiastadion. Es fehlte bloss die Wies’n mit Oktoberfest. Das war zum Glück schon vorbei.

Mir lief es von Beginn weg sehr gut und recht locker. Die Halbmarathonmarke liess ich in knapp 1:28 hinter mir und hatte das Gefühl, ich könne noch etwas beschleunigen. Gesagt getan und ich flog an den anderen vorbei. Doch auch bei mir kam der berühmte Hammer, zum Glück ‚erst‘ bei Km 36. Der ‚Schaden‘ hielt sich aber sehr in Grenzen und bis auf beginnende Wadenkrämpfe und einfach nicht mehr viel Kraft ging es noch einigermassen gut. Von der Zeit her wusste ich, dass es gut für sub-3h reichen müsste. Und beim Einlauf ins Olympiastadion wusste ich auch, dass es für eine neue persöndliche Bestzeit reicht. Im Ziel blieb die Uhr schliesslich bei 2:57.15 stehen. So hat sich also die 3h-Marke an mir die Zähne ausgebissen und ist hinter mir geblieben und ich konnte auf die wohlverdiente Medaille beissen (Bild 4). So warte ich im Olympiastadion (Bild 5) auf meinen Schatz mit Staffelteam, die nach mir gestartet waren und zu viert ins Ziel eingelaufen kamen mit einem genauso breiten Grinsen wie meins.

Das war der perfekte Abschluss einer erfolgreichen Saison mit zwei PBs, sowohl auf der Langdistanz im Triathlon in Roth und auch im Marathon. Nun bleibt mir zum Dessert noch ein Halbmarathon in San Francisco am 3. November 2013, bevor es in die wohlverdiente Ruhepause geht.

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