Spiezathlon 2014 oder Testschwimmen für Inferno

Am Samstag, 28. Juni 2014 war für mich der nächste Wettkampf auf dem Weg zum Inferno-Triathlon. Und um gleich das richtige Seewasser zu testen, damit ich weiss, was mich dann am Inferno erwartet, wählte ich den Spiezathlon, wo für die Schwimmstrecke auch der Thunersee herhalten musste. Und der ist ja bekannt für kühle Temperaturen. Nachmittags  um 13:50 Uhr war Start, Wassertemperatur gemäss offizieller Homepage 18 Grad. So stürzte ich mich zusammen mit 250 anderen Athleten/-innen, inkl. Staffeln, welche alle über die olympische Distanz starteten, in die Fluten des Thunersee mit meinem frisch geflickten Neopren (Defektgrund siehe IM70.3 Rappi-Bericht). Aber 3 Wochen ohne Schwimmtraining (Nachwehen meines Bike-Sturzes mit Tapetenschaden) hinterliessen bei mir Schwächen, so dass ich nicht recht vorneweg kam und mich bald in einem grösseren Pulk wiederfand. Bei der ersten Boje des Viereckkurses dann kleinere Keilerei. Danach war aber mehr oder weniger Ruhe und nach etwas mehr als 22 Minuten kam ich aus dem Wasser (ob der Kurs wohl etwas gar kurz gesetzt war?). Ab in die Wechselzone und raus aus dem Neo (diesmal blieb er ganz) und gleich danach aufs Rad. Wer nun aber Spiez kennt, weiss, dass der Hafen, wo wir schwammen, in einer tiefer liegenden Bucht ist und wir danach zuerst ins Dorf rauf fahren mussten, was gleich mal steile 75 Höhenmeter ausmachte. Danach ging es wunderbar erst dem Thunersee entlang Richtung Thun um dann ins Hinterland abzubiegen. Da es sich um eine Wendepunkt-Strecke handelte, durften wir nach 20km die ganzen Wellen wieder zurück fahren mit einer rasanten Abfahrt als Dessert in die Wechselzone hinunter. Nach ca. 1:03h war auch das erledigt und es ging aufs Laufen. Aber oh weh, auch da hiess es erst mal knapp 60 Höhenmeter auf dem ersten km ins Dorf rauf um danach Richtung Faulensee alles wieder hinunter an den See zu laufen. Dann alles flach dem See entlang bis zum Wendepunkt nach 5km und zurück nur noch flach ins Ziel. Da hatte ich dann ordentlich Zug drauf, wie das Foto ca. 2km vor dem Ziel zeigt. Und mit einer Laufzeit von 39 Minuten (trotz den Höhenmetern) war ich hochzufrieden. Mit der Schlusszeit von 2:07.33 reichte es mir so zum 4. Platz (von 57) in der AK 35-44, was für mich das beste Resultat in einem Swisstriathlon Circuit (Punkterennen) bedeutete. Was aber das Beste ist: der Spiezathlon ist von der Organisation und auch von der landschaftlichen Kullisse  sehr zu empfehlen. Klein aber fein und traumhaft gelegen.

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Ironman 70.3 Rapperswil oder ‚Tag des K(r)ampfes‘

Sonntag, 1. Juni 2014 war es wieder mal Zeit für mich, eine Halbdistanz (1,9km Swim; 90km Racebike und 21km Run) in Angriff zu nehmen. Bei traumhaften Wetter aber kühlen knapp 16!!!!! Grad Wassertemperatur stieg ich um 08:50 Uhr in die Fluten des Zürichsees zusammen mit knapp 300 Athleten meiner Age-Group. Schwimmen ging recht gut und ich konnte mich erfolgreich aus Schlägereien raushalten. So erreichte ich nach knapp 30 Minuten wieder das Ufer doch jetzt begann der Kampf erst. Zuerst wehrte sich mein Neoprenanzug und wollte partout nicht von meinem Körper, so dass ich wohl etwas zu viel Gewalt beim runterziehen anwendete und er sich mit einem grossen Riss in der Schulterpartie revanchierte. Auch erste Oberschenkelkrämpfe machten sich bei den Verrenkungsübungen bemerkbar. So dauerte es knapp 5 Minuten, bis ich am anderen Ende der Wechselzone mit meinem Zeitfahrrad auf die Rennstrecke einbog und mich in den Sattel schwang. Zuerst ging es flach dem Obersee entlang um schon bald eine Steigung nach der anderen folgen zu lassen bis rauf nach Goldingen. Von dort folgten rasante Abfahrten bis runter nach Eschenbach und Schmerikon, um wieder dem See entlang nach Rappi zu gelangen. Die erste Runde war noch recht locker und bis auf die rechte Wade, welche dauernd den Hang zum zuziehen hatte, war sonst alles o.K. Aber es gab ja noch eine 2. Runde und die war wesentlich harziger und neben der Wade kamen bei jedem Aufstieg noch Oberschenkelkrämpfe dazu. Trotzdem erreichte ich die Wechselzone in einer recht guten Radzeit von 2:32h, allerdings mit bloss knapp 85km auf dem Tacho. Rein in die Wechselzone und nach knapp 2 Minuten mit Laufschuhen an den Füssen wieder raus. Leider hatte ich auch die Krämpfe mit im Gepäck und diese meldet sich nach 1km mit stark zuziehenden Oberschenkelmuskeln. So war ich gezwungen, die 1. Verpflegungsstelle laufend zu passieren. Danach erholten sich die Muskeln wieder und ich konnte wieder Gas geben. Allerdings bloss 3km lang, dann waren die Oberschenkel Innenseiten an der Reihe und beschlossen, in den Streik zu treten und zu verkrampfen. Ich fand mich am Boden sitzend wieder und legte erst mal eine Dehnsession ein. Danach gemütlicher kurzer Marsch zur nächsten Verpflegungsstelle und auftanken von Salz und Bouillon. Eigentlich wollte ich da zum x-ten Mal aufgeben an diesem Tag. Wie durch ein Wunder erholte sich aber meine Muskulatur und ich konnte wieder zulegen bzw. richtig Gas geben und überholte ein Athlet um den anderen. Auch in Laufrunde zwei war praktisch keine Spur von Krämpfen mehr da, dafür umso mehr Kämpfen für eine gute Laufleistung. So erreichte ich das Ziel mit einer recht akzeptablen Laufzeit von 1:31h und einer Schlusszeit von 4:39.37h auf dem 31. Rang in der Kategorie von 271 klassierten und Overall im 213. Rang. Trotz aller Widrigkeiten war ich am Schluss zufrieden mit der Leistung und vor allem dem Willen, durchzubeissen. Natürlich auch dank den Fans am Strassenrand, allen voran meiner Frau Gisela, aber auch meinen Eltern und allen andern, welche mich über die Strecke gepusht haben. Ihr und das ganze Rennen wart der Hammer!!! Vielen Dank.

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