Ironman 70.3 Mallorca 2015…

…oder davon, im Alter eine Schraube locker zu haben.

Bereits zum 2ten Mal nach 2013 nahm ich am IM 70.3 in der wunderschönen Bucht von Alcudia teil. Und beim grössten Ironman der Welt mit 3’800 Startern war auch Gisela dabei. So konnten wir testen, ob unsere Beziehung einem Doppelstart mit entsprechend doppelter Nervosität stand hielt, sozusagen als Hauptprobe für den Doppelstart zwei Monate später in Frankfurt beim Ironman. Und um das vorwegzunehmen: es geht ganz gut und wir sind immer noch glücklich zusammen 🙂

Nun aber zum Rennen vom Samstag, 9. Mai, selbst: Start war für Gisela um 08:20 Uhr und für mich 1 Stunde später. Das Schwimmen im kristallklaren Wasser neben dem Hafen von Alcudia war ein Traum. Bloss etwas sehr viele andere Athleten, welche vor mir gestartet waren, waren im Weg. Also hiess es Slalomschwimmen um bewegliche Bojen. Nach gut 27 Minuten kam ich aus dem Wasser und in die wohl längste Wechselzone der Welt. Es ging trotzdem recht flott durch und schon fand ich mich zusammen mit meinem neuen Canyon Speedmax auf der Radstrecke wieder. Dort ging es erst mal flach Richtung Polenca doch ups! Was war den das? Meine Sattelspitze kippte nach vorne, wenn ich zu weit vorne sass. So ein M…! Da hat sich wohl die hintere Schraube von der Sattelhalterung gelöst. Was aber tun, wenn kein Inbus an Bord ist? Weiterfahren und eher auf dem hinteren Teil des Sattels sitzen. Das ging auch einigermassen, da es von Polenca erst mal 14km bergan geht. Auf halbem Weg hab ich zum Glück ein Servicemotorrad getroffen, dessen Fahrer mir meine lockere Schraube anziehen konnte. Von da an ging es flott den Berg hoch bis Kloster Luc um dann in rasantem Tempo um die Spitzkehren runter Richtung Inca zu brettern. Danach durchs Hinterland recht flach zurück nach Alcudia wo ich knapp 90km und 2:31h später wieder in der Wechselzone war.

Ich fühlte mich noch recht gut und konnte anfangs zügig loslaufen mit einem 4er-Schnitt/km. Leider war es zu diesem Zeitpunkt schon sehr heiss auf der Laufstrecke und es hatte sehr viele Athleten unterwegs, so dass die Verpflegungsposten immer sehr gut besucht, um nicht zu sagen überfüllt, waren. Und auch sonst war mehr Slalomlauf angesagt, als mir lieb gewesen wäre, da ich ständig am Überholen war. So liessen die Kräfte etwas nach und die Kilometerzeiten bewegten sich gegen 4:30min rauf. Ich versuchte durchzubeissen und mobilisierte nochmals alle Kräfte und nach 1:29h war es da, das lang ersehnte Ziel am Strand von Alcudia. Und Gisela, die schon freudig strahlend auf mich wartete. Noch mehr strahlte ich danach über meinen Schlussrang in der Altersklasse M45-49: ich wurde 3. mit gut 7min Vorsprung auf den 4. Es hat also tatsächlich Vorteile, älter zu werden und in die nächsthöhere AK zu rutschen. Und wenn noch alle Schrauben halten, gibt es auch ein schnelles Rennen. Ironman Frankfurt kann kommen!

Von meinem iPhone gesendet

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