Ironman Frankfurt…

…oder wenn Hawaii am Main liegt.

Ja, ihr habt richtig gelesen: am Sonntag 5.7.2015 lag Hawaii nicht im Pazifik, sondern gefühlt in Frankfurt am Main mit tropischen Temperaturen.

Das begann schon am Morgen vor dem Start mit Lufttemperaturen über 25 Grad und der Langener Waldsee war mit 27 Grad auch keine Abkühlung. So stürzte ich mich mit weiteren 450 Agegroup-Athleten um 06:50 Uhr  ohne Neo mit der 1. Welle in den “Whirlpool”. Es war eine superschöne Morgenstimmung, von der ich leider auf der Suche nach der jeweils nächsten Boje nicht viel mitbekam. Nach genau 60 Minuten hatte ich die 3.8km hinter mir und wieder festen Boden unter den Füssen.

Der Wechsel in T1 verlief gut und schon sass ich auf meinem Canyon Speedmax mit Scheibe im Swissdesign (siehe Foto vom Ingolstadt-Tri-Bericht). Es ging flott die ersten 12km nach Frankfurt Downtown und dann auf 2 Loops à 84km durchs Hinterland. Die erste Runde war noch o.K., in der zweiten Runde hatte ich auf dem Rückweg das Gefühl, jemand hält mir einen Warmluft-Föhn ins Gesicht, so heiss war es. Aber grössere Probleme hatte ich auf dem Rad keine und konnte mit konstantem Druck in der Aeroposition fahren, so dass ich die 180km in exakt 5 Stunden schaffte. Immer noch im Fahrplan für eine mögliche Kona-Quali, dachte ich mir.

Schnell das Rad einem der vielen superguten Helfern in die Hand gedrückt und in T2 die Laufschuhe geschnürt und ab gings auf die 4 Runden à 10,5km hin und her am Main entlang. In der ersten Runde war noch alles gut und ich kam flott mit einem 5:00min/km-Schnitt voran. Doch in der zweiten und dritten Runde setzte mir die Hitze gewaltig zu. Der Lauf wurde langsamer und die Pausen an den zahlreichen Verpflegungsständen immer länger. Ende dritter Runde begann ich zu rechnen ( ja, das klappte sogar bei knapp 40 Grad im Schatten noch erstaunlich gut) und kam zum Schluss, dass ich bei dem Tempo über 10 Stunden bräuchte.

Hitze hin oder her, das musste doch schneller gehen! Die Hawaii-Quali hatte ich zu dem Zeitpunkt zwar innerlich schon abgeschrieben. Trotzdem gelang es mir, nochmals ordentlich aufzudrehen in der vierten Runde und so erreichte ich das Ziel in 9:58.14h noch knapp unter 10h. Per Zufall gleichzeitig mit meinem guten Kollegen Markus Konrad (Bild 1), der mir die geniale Sitzposition auf dem Zeitfahrrad eingestellt hatte.

Mein Handy wollte keine Internetverbindung herstellen, aber mein Schwager gab mir telefonisch durch, dass ich – ganz wider Erwarten – 10. in meiner AK geworden sei. Bei 11 Qualiplätzen hiess das, dass ich mich so direkt aus eigener Kraft für Kona qualifiziert hatte!

Zuerst ungläubig, aber überglücklich konnte ich es danach kaum mehr erwarten, Gisela ins Ziel kommen zu sehen. Sie lief glücklich aber ebenso erschöpft in 11:51.55h ein. Danach begann für uns die persönliche Hawaii-Party. Und am Montag  konnte ich mir beim Awards-Bankett den Slot abholen. Selbst wenn es Hannes Blaschke, der Reiseveranstalter meines Vertrauens, nicht recht wahrhaben will (Bild 2): wir reisen mit ihm nach Kona. So erleben wir Hawaii-Feeling nicht nur am Main sondern am 10.10.2015 im richtigen Hawaii im Pazifik.

Aloha

Advertisements

Ingolstadt Triathlon – erneut ein Podestplatz

Am 14.6.15 startete ich für einen letzten Test auf dem Weg zum IM Frankfurt in Ingolstadt über die olympische Distanz (1.5km Swim/40km Bike/10km Run). Bei angenehm warmen Temperaturen verlief das Rennen für mich von Disziplin zu Disziplin besser. Am Schluss belegte ich in einer Zeit von 2:06.02 den 2. Platz in der AK M45 und kam Overall auf den 12. Platz von insgesamt 562 klassierten Herren inkl. den Pros. In 3 Wochen am 5.7.15 gilts dann ernst über die lange Distanz in Frankfurt. Fühle mich dank der Betreuung durch meinen Trainer Matthias Fritsch von http://www.professional-endurance-team.de ready und gut vorbereitet. Frankfurt kann kommen!

Ironman 70.3 Mallorca 2015…

…oder davon, im Alter eine Schraube locker zu haben.

Bereits zum 2ten Mal nach 2013 nahm ich am IM 70.3 in der wunderschönen Bucht von Alcudia teil. Und beim grössten Ironman der Welt mit 3’800 Startern war auch Gisela dabei. So konnten wir testen, ob unsere Beziehung einem Doppelstart mit entsprechend doppelter Nervosität stand hielt, sozusagen als Hauptprobe für den Doppelstart zwei Monate später in Frankfurt beim Ironman. Und um das vorwegzunehmen: es geht ganz gut und wir sind immer noch glücklich zusammen 🙂

Nun aber zum Rennen vom Samstag, 9. Mai, selbst: Start war für Gisela um 08:20 Uhr und für mich 1 Stunde später. Das Schwimmen im kristallklaren Wasser neben dem Hafen von Alcudia war ein Traum. Bloss etwas sehr viele andere Athleten, welche vor mir gestartet waren, waren im Weg. Also hiess es Slalomschwimmen um bewegliche Bojen. Nach gut 27 Minuten kam ich aus dem Wasser und in die wohl längste Wechselzone der Welt. Es ging trotzdem recht flott durch und schon fand ich mich zusammen mit meinem neuen Canyon Speedmax auf der Radstrecke wieder. Dort ging es erst mal flach Richtung Polenca doch ups! Was war den das? Meine Sattelspitze kippte nach vorne, wenn ich zu weit vorne sass. So ein M…! Da hat sich wohl die hintere Schraube von der Sattelhalterung gelöst. Was aber tun, wenn kein Inbus an Bord ist? Weiterfahren und eher auf dem hinteren Teil des Sattels sitzen. Das ging auch einigermassen, da es von Polenca erst mal 14km bergan geht. Auf halbem Weg hab ich zum Glück ein Servicemotorrad getroffen, dessen Fahrer mir meine lockere Schraube anziehen konnte. Von da an ging es flott den Berg hoch bis Kloster Luc um dann in rasantem Tempo um die Spitzkehren runter Richtung Inca zu brettern. Danach durchs Hinterland recht flach zurück nach Alcudia wo ich knapp 90km und 2:31h später wieder in der Wechselzone war.

Ich fühlte mich noch recht gut und konnte anfangs zügig loslaufen mit einem 4er-Schnitt/km. Leider war es zu diesem Zeitpunkt schon sehr heiss auf der Laufstrecke und es hatte sehr viele Athleten unterwegs, so dass die Verpflegungsposten immer sehr gut besucht, um nicht zu sagen überfüllt, waren. Und auch sonst war mehr Slalomlauf angesagt, als mir lieb gewesen wäre, da ich ständig am Überholen war. So liessen die Kräfte etwas nach und die Kilometerzeiten bewegten sich gegen 4:30min rauf. Ich versuchte durchzubeissen und mobilisierte nochmals alle Kräfte und nach 1:29h war es da, das lang ersehnte Ziel am Strand von Alcudia. Und Gisela, die schon freudig strahlend auf mich wartete. Noch mehr strahlte ich danach über meinen Schlussrang in der Altersklasse M45-49: ich wurde 3. mit gut 7min Vorsprung auf den 4. Es hat also tatsächlich Vorteile, älter zu werden und in die nächsthöhere AK zu rutschen. Und wenn noch alle Schrauben halten, gibt es auch ein schnelles Rennen. Ironman Frankfurt kann kommen!

Von meinem iPhone gesendet

Frankfurt Halbmarathon und Ironman-Streckenbesichtigung

Zieleinlauf-Video

Das Weekend vom 7./8. März 2015 stand ganz im Zeichen der Vorbereitung auf den Ironman Frankfurt vom 5. Juli 2015. So reisten Gisela und ich dorthin, um uns zum einen am Samstag mal die Radstrecke anzuschauen und abzuradeln. Schon da war das Wetter recht angenehm und nicht allzu kalt. Gestartet sind wir natürlich beim Römer im Zentrum von Frankfurt (Bild 1).
Zum zweiten startete ich am Sonntag bei noch schönerem Wetter am Frankfurt Halbmarathon. Start und Ziel war direkt bei bzw. in der Commerzbank-Arena (Bild 2). Nach dem Start kurz nach 10 Uhr konnte ich schon in der erste Hälfte locker laufen und hatten immer Kilometer-Zeiten um 3:50min. Und auch in der zweiten Hälfte ging es so weiter und ich hatte keine nennenswerten Probleme. So rückte eine neue Halbmarathon-Bestzeit (die alte stammt aus dem Jahr 2010 und war 1:21.05h) immer mehr in greifbare Nähe. Und siehe da, nach dem Zieleinlauf (hier gehts zum Video) blieb meine Uhr bei 1:20.49h stehen, was eine Verbesserung um zwar ‚bloss‘ 16 Sekunden bedeutet, aber zur jetzigen Zeit eigentlich nicht ‚geplant‘ war. Der Formaufbau stimmt also und ich bin optimistisch für den Ironman Frankfurt im Juli, da es anscheinend ein schnelles Pflaster ist.

Von meinem iPhone gesendet

Glück auf!!

Es gibts ab und zu, da sind wir nicht nur sportlich unterwegs. Und es gibt Tauchclubs, die auch mal trocken in Tiefen vordringen. Und genau in einem solchen Tauchclub, dem Ebi-Sub, sind Gisela und ich dabei. Und da stand am Samstag, 24.1.15, für einmal ein etwas anderer Anlass auf dem Programm: der Besuch des ehemaligen Kohlebergwerks Käpfnach in Horgen. Treffpunkt war um 18 Uhr beim alten Stolleneingang. Mit der Stollenbahn fuhren wir ca. 500m in den alten Kohlestollen, wo uns Werner Klaus, der Präsident des Bergwerkvereins, in einer gemütlichen Kaverne, mit einem Apéro empfing. Im Anschluss wurde uns ein leckeres Fondue serviert, gefolgt von Kaffee und Dessert. Nach einer gemütlichen Plauderrunde machte der ‚Kanarienvogel‘ auf dem Bild 5 plötzlich schlapp was in der Bergwerksprache bedeutet, dass das Wetter (damit ist die Luft gemeint) matt wird, also wenig Sauerstoff hat. Dies war das Zeichen für die Rückfahrt aus dem Stollen. Vorbei an der heiligen Barbara ging es zurück ans Tageslicht. Mehr Infos zum Bergwerk Käpfnach und zum Bergwerkverein gibts auf http://www.bergwerk-kaepfnach.ch.

Von meinem iPhone gesendet

Jahreswechsel einmal wärmer

Es ist doch immer dasselbe. Vor den Weihnachten hofft man auf den grossen Schnee und wenn er dann da ist, ist es einem zu kalt und man muss auf der Rolle und am Laufband trainieren und überhaupt. So beschlossen Gisela und ich, den Jahreswechsel 2014/15 mal an der Wärme in einem uns bestens bekannten Trainingsgebiet zu verbringen: im Sporthotel Las Playitas auf Fuerteventura. Mit seiner großzügigen Anlage, einem 8-Bahnen 50m-Pool, Kraftraum, sportlergerechtem Buffet, relativ flachen Radstrecken auf beinahe autofreien Strassen und Laufstrecken durch das Hinterland und zum Leuchtturm auf einer leichten Anhöhe gehören wohl zum Besten, was ein Triathletenherz begehren kann. Und wir flogen genau zum richtigen Zeitpunkt. Am 27.12., dem Tag, als in der Schweiz der grosse Schnee kam. Und landeten in der Wärme und Sonne.
Zugegeben, etwas bzw. ab und zu sogar sehr viel Wind gab es. Aber wir konnten optimal trainieren, ab und zu sogar gemeinsame Radausfahrten machen oder eine Sonnenuntergangs-Schwimmeinheit geniessen. Ja, so in etwa fühlt sich ein flowiges Training an. Und Abends an der neu eröffneten Beach-Bar direkt am Strand studierten wir bei einem Cortado oder einem Glas Rotwein und dank Free-Wifi (nur dort!) die Schneefotos der Daheimgeblieben auf Facebook bzw. posteten unsere eigenen Sommer-Sonnen-Fotos.

Den Jahreswechsel selbst genossen wir an einem besonders üppigen Silvesterbuffet im Hotel zusammen mit Duzenden anderer Triathleten, die die gleiche Idee wie wir hatten. So vergingen die 9 Tage an der Wärme viel zu schnell und schon sitzen wir wieder im Flieger auf dem Heimweg, aber im Wissen, dass wir in knapp 4 Wochen schon wieder im besagten Hotel ankommen, mein Velo ist gleich dort geblieben! Und die Geschichte beginnt von Neuem – einfach ohne Silvester, dafür aber mit einem Geburtstag 🙂

Von meinem iPhone gesendet

Inferno-Tri(Du)athlon oder das wohl härteste Rennen meiner Karriere

Es hätte ein beschaulicher Samstag, 23. August 2014, werden können, wenn man sich Bild 1 anschaut, welches morgens um 6 Uhr neben dem Strandbad Thun entstand. Mir und über 400 weiteren Athleten stand eine Schifffahrt von Thun nach Oberhofen über den knapp 15 Grad kalten Thunersee bevor. Leider wurde eben wegen diesen kalten Wasser-Temperaturen das 3.1km Schwimmen im Thunersee als Startdisziplin des Inferno-Triathlon durch einen 3km Startlauf in Oberhofen ersetzt, weshalb es dieses Jahr bloss ein Inferno-„Duathlon“ wurde. Aber dieser hatte es auch so in sich. Beschaulich an der Strecke von 3km Startlauf, 97km Racebike, 30km Mountain-Bike und 25km Berglauf mit total 5’500 Höhenmeter würde ausser der Aussicht nicht sehr viel. Und selbst die wurde uns noch genommen. Aber alles schön der Reihe nach:

Morgens um 06:15 Uhr legte das Schiff in Thun ab, um nach knapp 20 Minuten neben dem Schloss Oberhofen anzulegen. In dieser Zeit hatte ich noch die Gelegenheit, ein Telefoninterview bei Radio SRF3 zu geben auf die Frage, was man denn so an einem Samstag morgen um ca. 6 Uhr alles treiben könnte. Der Moderator traute seinen Ohren kaum, als ich ihm vom bevorstehenden Abenteuer erzählte. Und mein Wunsch-Song (Survival von Muse) passte gerade gut zum Tag (hier gehts zum Interview).

Startschuss war um 07:15 Uhr in Oberhofen zu einer kurzen Aufwärmrunde von 3km durchs Dorf (Bild 2). Dies alles noch bei fast Sonnenschein und angenehmen 14 Grad und in weniger als 12 Minuten. In der Wechselzone angekommen, erfolgte ein schneller Wechsel aufs Rennrad und los ging es Richtung Beatenberg (Bild 3). Nach knapp 2km begann dann der erste Anstieg und es sollten nicht die letzten Höhenmeter sein. Über Sigriswil, Beatenberg folgte in einer rasanten Abfahrt Interlaken, um danach gemütlich dem Brienzersee zu folgen. Bis dahin war meine Ausdauersportwelt und mein Wille noch in Ordnung und auch das Wetter war soweit o.K. Aber je näher wir Meiringen und vor allem dem Aufstieg zur Grossen Scheidegg kamen, je dunkler wurden die Wolken und entsprechend kühler die Temperaturen. So stellte ich mir im Aufstieg zur Grossen Scheidegg mehr als einmal die Sinnfrage über Ausdauersport und wollte auch schon einige Male aussteigen. Denn neben dem kalten Wetter kamen nun auch zig Krämpfe im Oberschenkel hinzu. Aber irgendwie schaffte ich es im dichten Nebel rauf und hinten wieder runter nach Grindelwald (Strecke 97km, 2’145Hm, Zeit 3:53h).

Etwas durchfroren aber happy über die ersten zwei Berge, die ich geschafft hatte, wechselte ich aufs Mountain-Bike. Durch die neue Sitzposition in Verbindung mit kalten Muskeln war hier der Start Richtung Kleine Scheidegg sehr verkrampft. Doch auf diesem Streckenabschnitt verflogen die Höhenmeter schneller und leichter und nach ca. 11km war ich bereits auf der Kleinen Scheidegg, leider wiederum in dichten Wolken, was uns die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau verwehrte. Also nix wie runter nach Wengen und  Lauterbrunnen. Das war die wohl genialste MTB-Abfahrt, die ich bis jetzt erlebt habe und hat einfach nur Spass gemacht. Aber meine Muskeln kühlten auch hier wieder sehr stark runter, so dass der letzte Streckenabschnitt nach Stechelberg nur mit schmerzendem Oberschenkel absolviert werden konnte. Das konnte ja heiter werden auf der letzten Etappe… Aber erst mal war ich froh, in der Wechselzone in Stechelberg angekommen zu sein (Strecke 30km, 1180Hm, Zeit 2:03h).

So nahm ich die letzte Etappe mit Laufschuhen unter die Füsse. Von Stechelberg zurück nach Lauterbrunnen ging es sehr flott und ausnahmsweise flach dahin und ich kam in einen richtigen Laufflow. Dieser wurde von da an aber abrupt gehemmt durch den ersten langen Aufstieg nach Grütschalp und weiter leicht ansteigend nach Mürren hinauf. Ich merkte, dass die Kraft langsam nachliess und Mürren einfach nicht näher kommen wollten. Wiederum stellte ich mir einige viele Male die Sinnfrage über Ausdauersport und dass es in Mürren schon Duschen und Massagen auch für Fast-Finisher geben würde. Aber als ich nach 17 von 25km, jedoch bei erst 1/3 der Höhenmeter in Mürren endlich ankam, war der Gedanke ans Aufgeben wie weggeblasen und ich freute mich fast auf die letzten 8km, welche allerdings nochmals knapp 1’400Hm beherbergten. Ich wusste, dass es in diesem Gelände eh nur noch zügiges Wandern gab. Es wurde aber doch nochmals lang und nach weiteren knapp 1 3/4h in dichten Wolken bei eisigem Wind hörte ich zwar den Speaker auf dem Gipfel des Schilthorn, aber sehen konnte ich ihn nicht. Auch nach dem Schild 500m bis zum Ziel dauerte es nochmals knapp 1/4h, bis ich aus dem Nebel plötzlich Giselas Stimme hörte, welche mich von oben rief. Da wusste ich, dass es nur noch kurz bis zur Schilthorn-Plattform und von da ins Ziel war. Die letzten Treppenstufen rauf zur Plattform (Bild 4) schaffte ich nur noch mit letzter Kraft. Und dann die Erlösung! Zieleinlauf auf 2’970m über Meer auf dem Schilthorn (Bild 5)!!! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie Glücklich ich da war, von Gisela in den Arm genommen zu werden – und selbstverständlich war da nix mehr mit Ausdauersport an den Nagel hängen. Ich hatte es ja geschafft (Strecke 25km, 2’175Hm, Zeit 3:56h). Mit einer Schlusszeit von 10:04.30h erreicht ich Overall den 58 Rang von 338 Männern.

So wurde aus dem beschaulichen Samstag der wohl härteste Wettkampf in meiner Karriere. Aber eins ist sicher, ich komme wieder ins Berner Oberland und werde den Inferno-Triathlon nochmals machen – mit Schwimmen und bei schönem Wetter!!!! In welchem Jahr das sein wird, werden wir sehen.

Wer sich meine Strecke virtuell anschauen möchte, hier der Link auf das Youtube-Video des Veranstalters: https://www.youtube.com/watch?v=Lxayen-EaoU