Polizei-Triathlon-EM oder ein Stadtpolizist bei den Stadtmusikanten

Die Polizei-Triathlon-EM 2014 fanden vom 8.-11. August in Bremen statt. Und da ich mich im Jahr zuvor an der SM in Murten dafür qualifiziert hatte, bin ich zusammen mit vier Kameradinnen und Kameraden aus der Deutschschweiz am Donnerstag mit den Autos nach Bremen gereist. Gisela war als Begleitperson ebenfalls mit von der Partie. In Bremen angekommen bezogen wir erst mal unser EM-Hotel am Stadtrand direkt neben dem Stadtwald. Sämtliche Teams waren dort untergebracht. Am Freitag erkundeten wir die Bremer Innenstadt und suchten natürlich auch die Bremer Stadtmusikanten (Bild 1). Am Nachmittag gesellten sich auch noch eine welsche Kollegin und die beiden Delegationsleiter zu uns und staffierten uns erst mal mit den Suisse-Police-Trainern, -Shirts und -Hemden aus, so dass wir einheitlich gekleidet an der Eröffnungsfeier am Freitag Abend auftreten konnten (Bild 2). Diese war auf dem Marktplatz in der Innenstadt mit anschliessendem Apéro im wohl schönsten und ältesten Ratsaal Europas.
Der Samstag stand im Zeichen der Streckenbesichtigung, Wechselzone anschauen und letzter Materialcheck bzw. Abschlusstraining. Schon da zeigte es sich, dass der Wettkampf am Sonntag anstrengend werden könnte aufgrund des starken Windes. Uns blies es fast die Räder unter dem Hinter weg. Nach Pasta-zNacht ging es früh ins Bett.
Am Sonntag dann der eigentliche Wettkampftag. Wir liessen da aber zuerst Gisela die Wettkampfstrecke testen. Sie startete schon am Morgen um 08:45 Uhr über die olympische Distanz. Der Start der Polizei-EM war auf 11 Uhr angesetzt. So hatten wir noch genügend Zeit, unsere zwei Wechselzonen einzurichten und ein letztes Teamfoto (Bild 3) zu machen, bevor es losging. Geschwommen wurden die 1,5km auf einem Viereckkurs im alten Europahafen. Das Wasser war mit 21,3 Grad gerade noch knapp Neo-tauglich und bei der trüb-braunen Suppe war man froh, noch eine schützende Überhaut zu haben. Nach zwei Schwimmrunden in gut 23 Minuten erfolgte der Ausstieg über schmale Leitern, bevor es auf die Quaimauer zur Transition 1 ging. Die anschliessende Schiebepassage mit dem Rad der Quaimauer entlang über eine lange Rampe bis zur Strasse war schon sehr anstrengend. Leider hat inzwischen auch der Wind wieder sehr stark zugenommen. So blies es uns auf dem 10km-Radkurs, welcher 4x absolviert werden musste, auf dem Hinweg mit fast 50 Sachen über die Strecke, während man auf dem Rückweg Mühe hatte, die 30 km/h auf dem Tacho zu halten. Doch nach 1:04h war auch das geschafft und mit einem schnellen Wechsel in Transition 2 ging es auf die Laufstrecke (Bild 4). Doch dort war ich ziemlich leer und hatte auf der ersten von zwei 5km-Laufrunden Mühe, meinen Rhythmus zu finden. In der zweiten Runde lief es dank Druck von anderen Athleten von hinten etwas besser und nach gut 40 Laufminuten erreichte ich das Ziel als 33 von 64 Polizisten in einer Schlusszeit von 2:10.58h als bester Schweizer. Das Niveau war extrem Hoch in diesem Feld und dass es keine Altersklassenwertung gab, machte die Sache auch nicht einfacher. Am Schluss war ich einfach bloss glücklich, dabei gewesen zu sein. Als Belohnung für die Strapazen waren alle EM-Teilnehmer am Abend auf einem Partyschiff auf der Weser geladen mit leckerem Buffet, Disco und auch ein Feuerwerk am Ufer durfte nicht fehlen. Mit vielen spannenden Eindrücken verabschiedete sich am Montag der Stadtpolizist von den Bremer Stadtmusikanten und fuhr zurück nach Zürich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s